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Der Barbar im Wandel der Zeit

Geschrieben von inmemo - am 08.05.2012 - 00:48 Uhr
Der Barbar im Wandel der Zeit

Gamespy hat sich in einem Artikel mit der Entwicklung der stolzen Wächter des Mount Arreat vom Gimmick zum festen Bestandteil der Diablo-Saga auseinandergesetzt. Seit seinem Debüt als Geheimklasse in Diablo Hellfire, hinterlässt der Barbar eine Spur aus zerschmetterten Knochen und eingeschlagenen Schädeln. Diese brutale Stärke zieht sich dann auch quasi als blutroter Faden durch alle Teile der Serie. Doch lest selbst:

Manch einer sieht sie als brutale Wilde, die gedankenlos jedem, der es wagt sich ihnen in den Weg zu stellen, einen Streitkolben ins Gesicht rammen. Andere bevorzugen es, sie als edle, nach einem strengen Ehrenkodex lebende, Krieger zu sehen. Doch unabhängig davon, haben Barbaren uns alle durch zahlreiche nächtliche Diablo-Klickorgien begleitet und sind uns dabei ans Herz gewachsen. Also, schärft eure Äxte und übt eure Kriegsschreie, wir beschäftigen uns jetzt nämlich mit der Evolution meines Lieblingscharakters in der der Diablo Serie: dem Barbaren.
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Der Warrior (Diablo, 1997)
Stärke: 30 | Geschicklichkeit: 20 | Vitalität: 25 | Leben: 70 | Mana: 10

Als erstes wuchsen dem Fisch Beine und er kroch an Land. Kurz darauf entstand der ursprüngliche Diablo-Warrior, Meister des Nahkampfes in der Holy Trinity des ersten Teils. Und obwohl er seitdem auf eine Rückkehr in die Diablo-Serie wartet, legten seine Eigenschaften doch den Grundstein für die barbarischen Nachkommen.

Dieser Prototyp des Barbaren ist stark genug, um schwere Rüstungen zu tragen und ist tödlich mit einem Einhandschwert, aber eher schwach im Umgang mit zweihändigen Waffen – er muss tatsächlich beide Hände benutzen, um sie tragen zu können. Einen herausragenden Vorteil hat der Warrior jedoch; er kann Magie benutzen. Natürlich nicht besonders viel Magie, aber wenigstens ist er in der Lage, einige grundlegende Skills, wie Teleportieren, Stadtportal oder Feuerwand zu zaubern. Außerdem kann er besonders gut mit Schilden umgehen und ist somit prädesteniert für den klassischen Kampf mit Schwert und Schild. Nützlich ist auch die Fähigkeit Ausrüstung zu reparieren, um verbeulte Rüstungen wieder zu flicken und sie dann gewinnbringend weiter zu verkaufen.

Am Ende von Diablo opfert er sich, um Diablo im Seelenstein gefangen zu halten und wird so zum Dunklen Wanderer. Nachträglich machte man ihn zu König Leorics ältestem Sohn.
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Der geheime Barbar (Diablo: Hellfire, 1997)
Stärke: 40 | Geschicklichkeit: 20 | Vitalität: 25 | Leben: 70 | Mana: 0

Ernsthaft, den Barbaren gibt es wirklich in Diablo: Hellfire – ihr müsst nur wissen wo ihr zu suchen habt. Die Entwickler (Hellfire wurde von Synergistic Softwarer entwickelt, nicht von Blizzard!) spielten anscheinend mit dem Gedanken, eine Barbaren Klasse einzubauen – sie entwickelten sogar ein dazu passendes Attributsset und Skills. Warum auch immer, aber der Barbar schaffte es nicht bis zur Veröffentlichung – er wurde aus der finalen Version von Hellfire verbannt und in eine unbedeutende Textdatei eingesperrt. Mit ein paar kleinen Veränderungen und etwas Magie, könnt ihr den Barbaren allerdings als spielbare Klasse freischalten.

Dieser “geheime Barbar” ist im Wesentlichen ein modifizierter Warrior. Er benutzt sogar das gleiche Charaktermodell, kann aber durch seine erhöhte Stärke riesige Zweihandwaffen mit einer Hand führen und damit z.B. “Cleave” benutzen (eine Attacke, die später wieder in Diablo 3 auftaucht). Wenn der Barbar in den 12 Sekunden des attributsteigernden Rage mit Cleave in einem weiten Bogen mehrere Gegner zerteilt, ist es jedoch unmöglich, ihn mit seinem schwächlichen Zwilling zu verwechseln.

Aber er ist dumm. Mit Schilden und Bögen kann er nichts anfangen, auch magische Fähigkeiten fehlen ihm komplett. Sicherlich könnte man ihm Ausrüstung mit Mana oder Magie Boni anziehen, aber das wäre Verschwendung – die Stärke des Barbaren liegt in seiner, nun ja, Stärke. Das bedeutet auch, er wird niemals einen Stadtportalzauber lernen können, also stellt euch darauf ein, wertvollen Inventarplatz mit Schriftrollen zu füllen.
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Der Barbar (Diablo 2, 2000)
Stärke: 30 | Geschicklichkeit: 20 | Vitalität: 25 | Energie: 10 | Leben: 55 | Mana: 10

Offiziell trat der Barbar erst in Diablo 2 in Erscheinung, ersetzte den Warrior als Nahkampfexperten komplett und brachte seinen ganz eigenen Kampfstil mit. Geblieben ist dabei die Fertigkeit schwere Rüstungen tragen zu können. Durch die Möglichkeit, beidhändig zu kämpfen, “Bash” als mächtige Standardattacke, die Feinde zurückwirft, einzusetzen und den Gebrauch von Magie, setzt er sich jedoch von seinem Vorgänger ab.

Im Gegensatz zum Hellfire-Barbaren verbrauchen nämlich all seine Fähigkeiten nun Mana. Hervorzuheben sind “Whirlwind”, das den Barbaren in einen Wirbelsturm aus Äxten verwandelt und “Leap”, womit der Barbar durch Springen in Sekundenbruchteilen die Distanz zu einem (fliehenden) Monster erheblich verringern kann. In Kombination mit Kriegsschreien, kann er auch in Koop-Spielen unterstützen und z.B. die Verteidigung seiner Mitspieler mit “Shout” stärken oder mit “Warcry” den Schaden erhöhen, und so kurzen Prozess mit schwierigen Gegnern machen.

Zusätzlich könnt ihr zwischen verschiedenen Waffenbeherrschungen auswählen, die es dem Barbar ermöglichen, sich an eine Vielzahl unteschiedlicher Charakterbuilds und Spielstile anzupassen. So zum Beispiel dem Goldbarbar, der sich darauf spezialisiert Gold zu sammeln oder dem Executioner, dessen Ziel One-Hit-Kills sind.

Mit der Erweiterung Lord Of Destruction erfuhr insbesondere der Barbar von Blizzard Beachtung. Nicht nur beinhaltete sie die Barbarenstadt Harrogath und einen Barbaren als wählbaren Begleiter, sondern es wurden auch Runenwörter eingeführt. Wenn man Runen in einer bestimmten Reihenfolge in gesockelte Ausrüstung einsetzt, erhalten diese Gegenstände besonders mächtige Boni. Für Barbaren ist eines der beliebtesten Runenwörter “Beast”, welches einen beachtlichen Bonus zu Angriffsgeschwindigkeit und Schaden gibt.
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Barbar (Diablo 3, 2012)
Stärke: 10 | Geschicklichkeit: 8 | Intelligenz: 8 | Vitalität: 9 | Rüstung: 10

Obwohl man den Diablo 3 Barbaren als den gleichen wie in Diablo 2 begriff, stellte sich heraus, dass er in erzählerischer Hinsicht eine große Schwierigkeit darstellte. Schließlich würde es sich um den einzigen Charakter hadeln, der noch Erinnerungen an seine früheren Begegnungen mit Diablo hat. Die Geschichte müsste also anders als bei den restlichen Klassen verlaufen. Trotzdem passt er in die Rolle. Also was erwartet uns bei dieser Inkarnation des Barbaren?

Aus der Beta wissen wir, dass er immer noch beidhändig Waffen tragen kann und auch seine Attribute haben sich trotz niedrigerer Zahlenwerte proportional kaum verändert. Erneut erfährt die Quelle seiner Kraft die größte Veränderung: aus Mana ist Fury geworden.

Die Fertigkeiten des Barbaren können grob in zwei Kategorien unterteilt werden: jene, die Fury erzeugen und jene, die Fury verbrauchen.
Bash (zurückgekehrt aus Diablo 2) und Cleave, das ähnlich der Axtattacken des Hellfire-Barbaren, mehrere Monster in einem weiten Bogen trifft, erzeugen beispielsweise Fury. Hat sich genügend Fury in der orange glühenden Kugel aufgebaut, kann der Barbar sie für Spezialattacken verbrauchen, wie etwa den “Hammer Of Ancients”, welcher mit einem gewaltigen Schlag ganze Gegnergruppen trifft.

Anders als in Diablo 2, wo ihr von Grund auf bestimmte Charakterbuilds geplant habt, erlaubt das neue System, Fertigkeiten auszutauschen nachdem sie freigeschaltet wurden. So können Spieler sich besser an verschiedene Gegner oder Spielstile anpassen, ohne einen neuen Charakter erstellen zu müssen. Zusätzlich haben alle diese Skillrunen, die ihr freischalten könnt unterschiedliche Effekte auf die Fertigkeiten.

Sicherlich gibt es noch einiges mehr über den Barbaren zu erzählen, aber dafür werden wir warten müssen und sehen, was Blizzard für die höheren Level vorgesehen hat. Berücksichtig man Blizzards Angewohnheit, ihre Spiele ständig zu verbessern und zu erweitern, ist es nur eine Frage der Zeit bis der Barbar erneut mutiert. Wir können nur raten, was diese nächste Stufe seiner Evolution bringen wird…

von Mike Nelson

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